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Abfallgebühren sinken! – Gut so!

Claudia Knakowski ist Mitglied des Kreistages und Hauptamtsleiterin der Gemeinde Nessetal. Im Kreistag sitzt die erfahrene Verwaltungsfrau im Werksauschuss des Kreises. Zuletzt konten die Abfallgebühren im Landkreis Gotha gesenkt werden. Gegen den Trend in Thüringen. Wie es dazu kam und wie Claudia Knakowski ihr Ehrenamt ausfüllt steht hier.

Der Werkausschuss Kommunaler Abfallservice hat die Gebührensatzung beraten. Warum?
Der aktuelle Kalkulationszeitraum für die Abfallgebühren endet zum 31.12.2019. Somit waren die Gebühren neu zu kalkulieren.
Wie sehen Sie als stellvertretende Vorsitzende dieses Werkausschusses die Abfallgebühren im Landkreis Gotha? Die Gebühren haben sich in den letzten 9 Jahren kaum verändert. Sie sind die niedrigsten in ganz Thüringen. Erreicht wurde dies durch die gute Organisation der Abfallwirtschaft in unserem Landkreis.
Welche Veränderungen ergeben sich für die Bürger unseres Landkreises?
Die Bürger profitieren davon, dass bei der Grundgebühr der personenbezogene Anteil von derzeit 7,32 € auf 7,08 € sinkt. Der Preis pro Mülltonne und pro Biotonne bleibt konstant. Lediglich der Restabfall zur Behandlung, also Asbest, Bauabfälle u.ä., wird teurer. Dies betrifft besonders das Gewerbe.
Wann treten die neuen Regelungen in Kraft?
Der Kreistag hat die neuen Regelungen zum 1.1.2020 beschlossen.
Gibt es Synergien zwischen Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Kreistag und ihrem Job als Hauptamtsleiterin in der Gemeinde Nessetal?
Zum einen wird man als Kreistagsmitglied in den Entstehungsprozess der Themen mit einbezogen, die sich am Ende direkt auf die Arbeit in der Gemeinde auswirken und das tägliche Geschäft in der Verwaltung bedeuten. Zum anderen bin ich bestrebt, durch die Arbeit im Kreistag einerseits und meinem Beruf andererseits den Nutzen für beide Seiten zu maximieren.
Ist es nicht schwierig, Familie, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen?
Zu behaupten, alles sei ganz einfach und ein Selbstläufer, wäre naiv. Manchmal wünscht man sich, der Tag hätte mehr als 24 Stunden. Aber am Ende ist es alles eine Frage der Koordination und Zusammenarbeit aller.